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In den USA war diese Diät im Jahr 1939 von dem deutschstämmigen Mediziner Dr. Walter Kemper zur Behandlung von Nierenerkrankungen und des Bluthochdrucks entwickelt worden. Während seiner Entwicklungsarbeit stellte er fest, dass Patienten innerhalb dieser Diät schnell überschüssiges Gewicht abbauen. So hat sich die Diät bis heute fest etabliert, wenn es um die Bekämpfung von Übergewicht aber auch von Diabetes und anderen Lifestyle-Krankheiten geht.

So wird diese Diät nach wie vor erfolgreich am der Diätklinik “Rice House“ in Durham NC USA praktiziert – Mediziner, Ernährungsfachleute, Sporttherapeuten und Psychologen betrachten sie als erfolgreiches, ganzheitliches Lifestyle-Programm. Kern des Diätprogramms ist die konsequente Reduktion von Kalorien, Fett und Salz, während gleichzeitig Kohlenhydraten aus dem vollen Korn konsumiert werden.

Durchgeführt wird die Diät heute in unterschiedlichen Varianten. Wer ihre Vorteile ganz individuell nutzen will, muss keinen erhöhten Aufwand betreiben. Hauptsächlich muss darauf geachtet werden, die laufende Reisdiät mit ausreichenden Mengen gesunder, vitaminreicher und hochwertiger Nahrungsmittel zu ergänzen, um sein Wunschgewicht schnell und gesund zu erreichen.


Einzelheiten der Reisdiät

Die Reisdiäten basieren auf der Erkenntnis, dass Zucker und Salz den Appetit anregen und deshalb im Rahmen eines erfolgreichen Abnehmprogramms reduziert werden müssen. Dabei soll die Kalorienreduktion durch besonders fettarme und möglichst wenig verarbeitete Nahrungsmittel unterstützt werden.

Zugleich sollen ballaststoffreiche Lebensmittel zur gezielten Entgiftung des Körpers beitragen. Der eingeschränkte Konsum von Speisesalz hilft bei der Gewichtsreduktion, weil sich verschiedene Wassereinlagerungen peu à peu verringern. So verspricht die Diät Gewichtsverluste, aber auch verschiedene gesundheitliche Vorteile, zu denen Blutdrucksenkungen und Diabetes-Therapie zählen. Reisdiäten sind besonders niedrig-kalorische, fett- und Salz arme Diäten. Der Fettanteil in der Diätnahrung beträgt etwa 10 bis 20 Prozent – in normaler Mischkost liegt er um die 30 Prozent. Außerdem ist der Salzgehalt minimiert.

 

Diese Kombination aus wenig Kalorien und niedrigem Salzgehalt ist der Auslöser des fortschreitenden Gewichtsverlusts während der Diät. Täglich werden drei Mahlzeiten eingenommen.


Eine Gewichtsreduktion in drei Phasen

Bei der Entwicklung der Reisdiät waren drei Phasen herausgearbeitet worden:

 

Die Entgiftungsphase

Am Beginn steht eine Entgiftungsphase. Sie dauert etwa eine Woche und ist durch eine niedrige Kalorienzufuhr gekennzeichnet. Verzehrt werden in erster Linie stärkehaltige Nahrungsmittel wie brauner Reis und Quinoa. Salz wird nicht verwendet – gleiches gilt für Vollkornbrot. Innerhalb dieser ersten Woche kann an einem Tag etwas Obst gegessen werden. An den anderen sechs Tagen gibt es Soja- sowie Magermilchprodukte und frisches Gemüse.

Die Abnehmphase

Die Ernährung gleicht der ersten Woche der Entgiftungsphase, bis sich das Zielgewicht eingestellt hat. Während an einem Tag Obst und Stärkeprodukte gegessen werden, gibt es an fünf Tagen eine Portion Magermilchprodukte und Gemüse. Pro Tag innerhalb der Abnehmphase darf es etwas mehr Protein sein – verzehrt werden dann mageres Fleisch, Eier oder Fisch.

Die Erhaltungsphase

Nachdem das Zielgewicht erreicht wurde, kann die Kalorienzufuhr langsam erhöht werden. An zwei Tagen in der Woche kann Fisch oder anderes, mageres Protein gegessen werden. Dazu kommen verschiedene Nahrungsmittel wie magerer Käse, Tofu, Nüsse oder Oliven.

 

Fazit:

Eine konsequent durchgeführte Reisdiät folgt schon einem vergleichsweise rigiden Diätplan. Nicht nur die Kalorienmengen und die Portionsgrößen werden eingeschränkt, auch die Auswahl der erlaubten Nahrungsmittel ist sehr begrenzt.  Für die Reisdiät stehen Rezepte und Ernährungspläne zur Verfügung, die den Ablauf der Diät regulieren. Vor dem Start einer individuellen Reisdiät sollte aufgrund des drastisch minimierten Kalorien- und Salzgehalts der Ernährung Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.


Zeitdauer, Gewichtsverluste und Nährstoffbeurteilung der Reisdiät

Eine durchschnittliche erfolgreiche Reisdiät dauert etwa vier Wochen, sie führt zu einem schnellen Gewichtsverlust. Ungeschliffener Vollkornreis sollte die bevorzugte Grundlage der Mahlzeiten sein, die in bestimmtem Rahmen mit Gemüse und Obst sowie später mit magerem Fisch und Fleisch, Vollkornprodukten und Nüssen ergänzt wird.  Während der Diät wird weitestgehend auf die Verwendung von Salz verzichtet.  Innerhalb einer strengen Diät werden drei Reisportionen mit jeweils etwa 60 Gramm Trockengewicht gegessen. Eine Gesamtmenge von 200 g pro Tag soll nicht überschritten werden. In den späteren Phasen werden die Reisportionen durch die angegebenen, die Diät unterstützenden Nahrungsmittel ergänzt. Daraus ergibt sich der besondere Vorteil, dass pedantisches Kalorienzählen vollkommen überflüssig ist. Bevorzugt wird der Vollkornreis, obwohl verschiedene Sorten für mehr Abwechslung durchaus variiert werden können. Vollkornreis enthält im direkten Vergleich mit weißem Reis eindeutig mehr Nähr- und Ballaststoffe, Mineralien und Vitamine.

Der Speiseplan eines Beispieltages könne folgendermaßen aussehen:

  • Frühstück: Reisportion, fettfreie Cornflakes mit Hüttenkäse und Heidelbeeren
  • Mittag: Reisportion, Apfel, Bohnensalat, Reiscracker
  • Abend: Reisportion, Obstsalat mit Quinoa.

Außerdem ist ausreichendes Trinken unverzichtbar. Getrunken werden am besten zwei bis drei Liter Mineralwasser, verdünnter Fruchtsaft oder ungesüßter Kräutertee. Denn ausreichende Flüssigkeitsmengen unterstützen die reinigende Wirkung der Reisdiät. Clever ist die Führung eines Ernährungstagebuchs – es verdeutlicht zudem die Fortschritte bei der Durchführung der Reisdiät. Die Gewichtsverluste sind nach Ablauf der vier Wochen Diät nennenswert: Frauen sollten um etwa acht Kilo leichter geworden sein, bei Männern liegt der durchschnittliche Gewichtsverlust sogar bei etwa 15 Kilo.

Dabei wird in der ersten und besonders strikten Phase besonders schnell Körpergewicht reduziert. Ab Phase zwei sollten sich die Gewichtsverluste bei etwa ein bis zwei Kilogramm pro Woche einpegeln. Gezielte sportliche Aktivitäten unterstützen die Diäterfolge immens: Empfohlene Bewegungsprogramme bestehen aus Schwimmen, Tai Chi, Yoga und Walking über die Zeit von etwa einer Stunde täglich. Dies ist aber keine unumstößliche Zeitvorgabe – denn immerhin ist etwas Sport besser als gar keiner. Während der Diät werden nämlich sehr schnell auch die Fettzellen angegriffen, weil Reis praktisch fettfrei ist. So muss sich der Körper seine Energie aus den vorhandenen Fettzellen holen – und sportliche Aktivitäten forcieren diesen Effekt. Zudem wirkt Sport dem Abbau von Muskelzellen über die Zeit der Diät entgegen.


Die Diät und Ihre Vorteile

Reisdiäten zählen zu den sogenannten Monodiäten. Der beinahe ausschließliche Verzehr eines ganz bestimmten Lebensmittels ist dabei das charakteristische Kriterium. Monodiäten führen fast durchweg zu vergleichsweise zügigem Gewichtsverlust – ein besonderer Vorteil, der gewisse Einschränkungen hinsichtlich der Vielfalt verfügbarer Lebensmittel durchaus ausgleicht. Der zügige Gewichtsverlust beruht auf dem großen Kaliumgehalt des Reises. So wird der Körper gezielt entwässert. Aus diesem Grund sollten die Speisen während der Diät hauptsächlich mit Kräutern würzen, auf die Verwendung von Salz wird konsequent verzichtet. Denn das Speisesalz beinhaltet Natrium, das Wasser im Körper bindet.

Im Allgemeinen ist eine diszipliniert durchgeführte Reisdiät alltagstauglich und vergleichsweise preiswert. Skeptisch wird manchmal eine gewisse Eintönigkeit gegen diese Diät ins Feld geführt. Wenn man einerseits bedenkt, wie viele verschiedene Reissorten auf dem Markt sind und andererseits verschiedene Rezepte variiert werden, hat man auch über die Tage der Diät genügend Abwechslung auf dem Teller. Werden die Speisen geschickt und abwechslungsreich zusammengestellt, sind kurzfristige Mangelerscheinungen auch nicht zu befürchte. Im Verlauf der Diät wird die Kalorienzufuhr eingeschränkt. Dies ist einer der Gründe für die Gefahr, dass der sogenannte Jojo-Effekt nach Abschluss der Diät einsetzt.

Die Diät ist außerdem für sich gesehen ungeeignet, die individuellen Ernährungsgewohnheiten zu optimieren. Die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten ist aber Voraussetzung für einen nachhaltigen Abbau von überschüssigem Körpergewicht.

Wer nach Ende der Diät wieder in alte, eingefahrene Ernährungsgewohnheiten zurückkehrt, muss sich weder über erneute Gewichtszunahme oder über negative Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden wundern!


Große Vielfalt – hohe Motivation

Die Reisdiät könnte hartgesottenen Kochmuffeln zum Problem werden. Wegen des niedrigen Gehalts an Fetten und Salz wird man in Supermärkten keine geeigneten Fertiggerichte finden und Restaurantküchen sind mit der konsequenten Beschränkung auf den Reis auch meist überfordert. Deshalb ist das eigenhändige Kochlöffelschwingen angesagt – einige Reissorten sind besonders empfehlenswert:

  • Braunreis: Dieser Reis hat keine Strohhülle, wohl aber noch die Samenschale und den urgesunden Keim. Dadurch ist der Braun-, Natur- oder Vollkornreis geschmacksintensiv und vollwertig.
  • Geschliffener Reis: Hier wurden Samenschale bzw. Silberhäutchen und Keim entfernt. Der Reis ist ballast- und eiweißarm.
  • Parboiled Reis: Etwa 80 Prozent der Vitamine und Mineralstoffe werden mit Dampf und Wasserdruck in das Korn gepresst. Dieser Reis ist klebfrei.
  • Weißer Reis: Weißreis ist abgesiebter, sauberer, geschliffener Reis
  • Polierter Reis: Das ist vom Mehlstaub befreiter Weißreis.
  • Minutenreis: Der Schnellkoch-, Quick- bzw. Minutenreis ist vorgekochter, getrockneter Weißreis.

 

Reiskenner lieben diese Sorten, unsere TOP 7

  • Arborio: ein rundlicher, stärkehaltiger italienischer Reis in super-fino Qualität, aus dem ein hervorragendes Risotto gekocht wird. – Basmatireis: klein- und langkörniger Duftreis vom Fuß des Himalajas mit zart-nussigem Aroma.

 

  • Camarguereis: Ein roter Reis, der erst in den 1980ern gezüchtet worden ist und aus dem südfranzösischen Rhônedelta stammt. Die Außenhäutchen bleiben erhalten und liefern die granatrote Farbe, das Innere ist weiß.

 

  • Duftreis: langkörniger, fein duftender Reis aus Thailand oder Vietnam.

 

  • Grüner Reis: Er wird vor seiner vollen Reife geerntet. Der sonnengetrocknete Reis hat ein leicht süßliches Aroma. Er wird lediglich sanft gedünstet, nie gekocht.

 

  • Klebereis: in gerösteter Form schwarz mit nussigen Aromen, in Weiß besonders stärkehaltig, gut haftend und nur zum Dünsten geeignet. – Navarra Rundkornreis: eine spanische Reisspezialität mit feinmildem Geschmack.

 

  • Patnareis: bekannte, verlässlich körnig kochende Reissorte mit länglichem Korn.

 

  • Schwarzer Reis: dieser Reis ist mittelgroß gekörnt. Die ungeschliffene Spezialsorte aus Japan oder Thailand ist sehr würzig. Schwarzen Reis ist besonders nahrhaft. Wildreis: Wildreis sind die Samen des amerikanischen Wassergrases.

Diese Reis-Vielfalt ist riesig. So wird klar, dass Reis ein Grundnahrungsmittel ist, das sich hervorragend ganz nach den individuellen Wünschen und Rezeptabsichten für die Diät einkaufen lässt.  Wer sich eine Reisdiät vornimmt, sollte sich im Zweifelsfall mit seinem Hausarzt unterhalten – er wird die entwässernden und gewichtsreduzierenden Vorteile der Reisdiät wohlwollend befürworten.

 


Nicht alle werden von den drei Reismahlzeiten am Tag satt werden. Anteile des sättigenden Eiweißes fehlen – die starke Reduktion hat zuweilen Hungergefühle zu Folge – und Hungergefühle gefährden den Erfolg einer jeden Diät. Neben den genannten Variationen in der Zubereitung sollte die Flüssigkeitszufuhr gegen diese Anflüge von Hunger eingesetzt werden.

Nichtsdestotrotz erfordert das Durchhalten einer Reisdiät relativ viel Disziplin, weil durch das Fehlen zahlreicher Lebensmittel sowohl die Abwechslung als auch die Vielfalt in der Ernährung eingeschränkt werden. In den Anfangstagen der Diät fehlen Fisch, Fleisch und Molkereiprodukte alle denen, die tierischen Eiweißprodukten bisher den Vorzug eingeräumt haben. 


Die weitestgehend salzfreie Ernährung ist ab und an ebenfalls ein Problem.
Aber: Auch diese Diät beginnt im Kopf. Das Wissen um die Wirkungen tierischen Proteins, die entwässernde Wirkung von Kalium im Reis und die Wasser anstauende Wirkung von Natrium im Kochsalz möbelt das Selbstverständnis der Diät und sogar

 

 

„Gewinnen fängt an mit Beginnen“